Wichtige Fragen und Antworten zur Corona-Impfung

 

Wann beginnen die ersten Impfungen?

Stand heute ist davon auszugehen, dass am 27. Dezember mit dem Impfen in den Bundesländern begonnen werden kann. Der Zeitplan sieht wie folgt aus: Am 21. Dezember tagt der Zulassungsausschuss der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Danach plant die EU-Kommission, die Zulassung zu erteilen. Anschließend folgt die Freigabe der Impfstoff-Chargen durch das Paul-Ehrlich-Institut. Erst dann kann Biontech den Impfstoff an die 27 Anlieferungszentren der Länder ausliefern. Danach liegt es in der Hand der Länder, den Impfstoff an ihre regionalen Zentren zu verteilen und mit der Impfung zu beginnen. Der Schwerpunkt wird zunächst auf den Alten- und Pflegeeinrichtungen liegen.

 

Wie läuft das Terminmanagement?

Für die Organisation und den Betrieb der Impfzentren sowie die Terminvergabe sind die Bundesländer zuständig. Die Impfberechtigten werden informiert. Damit es nicht zu langen Warteschlangen vor Impfzentren kommt, wird es ein einheitliches Terminmanagement geben. Das Bundesgesundheitsministerium hat gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung auf Basis des bestehenden Systems der Terminvergabe der Terminservicestellen mit der bundeseinheitlichen Telefonnummer 116117 ein standardisiertes Modul erarbeitet. Dieses Modul wird voraussichtlich von allen Bundesländern genutzt.

 

Wo kann ich mich impfen lassen?

Die Verteilung eines Impfstoffs wird über Impfzentren erfolgen, die die Bundesländer eingerichtet haben. Des Weiteren wird es mobile Impfteams geben, die beispielsweise stationäre Pflegeeinrichtungen aufsuchen. Bei der Impfung in Einrichtungen wie Krankenhäusern oder stationären Pflegeeinrichtungen ist auch der Einsatz von Betriebsärzten für die Impfung eine Option. Aktuelle Informationen zu den Impfzentren und deren Organisation finden sich bei Ihrer Landesregierung. Wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, sollen dann wieder – wie bei allen anderen Impfstoffen – die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte impfen.

 

Wer bekommt die Impfung zuerst?

Anfangs wird nicht ausreichend Impfstoff für alle, die geimpft werden wollen, vorhanden sein. Daher muss zu Beginn der Impfung priorisiert, also festgelegt werden, wer sich bevorzugt impfen lassen kann.  Dazu hat das Bundesgesundheitsministerium eine entsprechende Verordnung erlassen, die auf der veröffentlichten Empfehlung der STIKO aufbaut.

Die Verordnung priorisiert in drei Gruppen. In die Gruppe mit der höchsten Priorität fallen unter anderem die über 80-Jährigen, die Höchstbetagten, die Pflegebedürftigen. Zu dieser ersten Gruppe gehören aber auch medizinisches Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, im Rettungsdienst sowie das Personal im Pflegebereich. Die Bundesländer haben sich angesichts der besonderen Verwundbarkeit der Hochbetagten darauf verständigt, mit den Impfungen in Alten- und Pflegeheimen zu beginnen.

Zur zweiten Gruppe, zur Gruppe mit hoher Priorität, zählen unter anderem Personen ab 70 Jahren, Demenzkranke, Menschen mit Trisomie 21 und Transplantationspatienten. Teil dieser Gruppe sind auch Bereitschaftspolizisten, die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit einem Risiko ausgesetzt sind. Zudem zählen dazu Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften sowie enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren. Darüber hinaus sind hier noch Personen eingruppiert, die in medizinischen Einrichtungen einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus ausgesetzt sind.

Zur dritten Gruppe, der Gruppe mit erhöhter Priorität, zählen unter anderem die über 60-Jährigen sowie Personen, die aufgrund einer Vorerkrankung ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf bei Infektion mit dem Coronavirus haben, Personen in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen sowie in Einrichtungen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur. Auch Mitarbeiter der Polizei, der Feuerwehr, im Bildungssektor, der Justiz und im Einzelhandel können dann eine Impfung erhalten. 

Die Verordnung wird regelmäßig überarbeitet, da zu erwarten ist, dass künftig weitere Impfstoffe zugelassen werden. Auch muss nicht damit gewartete werden, Menschen aus der jeweils folgenden Gruppe erst dann zu impfen, wenn die Impfungen der vorhergehenden Gruppe abgeschlossen sind. Die Übergänge werden fließend sein. Ziel ist es, langfristig Impfstoffe für alle, die es wünschen, zur Verfügung stellen zu können.

 

Wird es eine Impfpflicht geben?

Nein. Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig.

 

Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/coronavirus-impfung-faq-1788988